Herzlich Willkommen auf unserer Jubiläumsseite!
Im Folgenden können Sie unsere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2022 einsehen oder in unserer online Festschrift stöbern. Hier finden Sie auch eine aktuelle Vorstellung unserer Chöre, einige Grußworte anlässlich unseres Jubiläums, unsere Vereinsgeschichte, die Vorgeschichte des Vereins und Bilder der Vergangenheit.
Dabei wünschen wir gute Unterhaltung und wir würden uns freuen, Sie auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen!

Besondere Veranstaltungen anlässlich des Jubiläumsjahrs

Veranstaltungsprogramm im Jubiläumsjahr 2022
Um Informationen zu besonderen Veranstaltungen zu erhalten, klicken Sie bitte auf den Link in der nachfolgenden Tabelle.

03.07.Jubiläumsmatinee 125 Jahre SKR, Turn- und Festhalle Rommelsbach
16.07.100 Jahre Chorverband Ludwig Uhland in Bad Urach, Auftritt Männerchor
16.09.Kabarettabend Doppelt g’lacht hält besser
17./18.09.Rommelsbacher Herbst
03.12.Rommelsbacher Weihnachtsmarkt
10.12. Gala-Dinner 125 Jahre SKR
25.12. Gottesdienst 1. Weihnachtsfeiertag mit Musik vom Männerchor

Online Festschrift

Unsere Chöre

No Limit

Unser Chor „No Limit“ wurde im Jahr 2008 gegründet. Dabei handelt es sich um einen gemischten Chor mit den Stimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Der Name „No Limit“ ist dabei Programm! Der Chor kennt keine Grenzen, egal welches Genre, welcher Stil oder welche Sprache, was gefällt wird gesungen. Dabei soll es auch keine Grenzen für Geschlecht, Nationalität oder Alter geben. Wer Freude am Singen hat, ist in dieser geselligen Runde gut aufgehoben.

Jeden Mittwoch wird der Chor von Sarah Betzitza mit Kompetenz und Hingabe auf zukünftige Auftritte oder sonstige Veranstaltungen vorbereitet.

Trotz der teilweise anspruchsvollen Stücke kommt der Spaß nicht zu kurz und so wird zwischen „Rama Lama Ding Dong“ und „Engel“ von Rammstein (ja, das kann man tatsächlich auch als Chor singen) viel gelacht.

Sopran
Petra Ecklmeier
Melanie Gärtner
Sabine Gagg
Ute Mayer
Carolin Raiser
Christina Schwarz
Nadja Schreiber
Sabine Schuhmacher

 Alt
Silke Allmendinger
Regina Klaihs
Andrea Löffler
Tanja Hummel
Maike Paduch
Sabine Schur

Tenor                                     
Andreas Allmendinger
Thomas Betzitza
Peter Gagg                                     

Bass
Andreas Gagg
Dieter Mayer
Frank Schur

Männerchor

Der Sängerkranz Rommelsbach wurde 1897 mit einem Männerchor gegründet, der bis zum heutigen Tag fortgeführt wird. Jeden Freitagabend treffen sich die Männer zur wöchentlichen Singstunde und egal wie anstrengend die Woche war, wird getrost nach unserem Wahlspruch „Sind wir von der Arbeit müde, bleibt noch Kraft zu einem Liede“ gemeinsam gesungen.

Von deutschen Volksliedern über geistliche Werke bis hin zu Schlagern ist alles im Repertoire vorhanden. Unter der Leitung von Axel Göller wird stetig an den altbekannten Werken gefeilt und werden neue Stücke einstudiert. Der Männerchor singt die meisten seiner Stücke deutsch und vierstimmig (Tenor 1, Tenor 2, Bass 1 und Bass 2).

Doch nicht nur die gesangliche Aus- und Weiterbildung steht im Fokus, sondern auch die Pflege der Kameradschaft untereinander ist ein wichtiger Bestandteil. So sitzt man nach jeder Singstunde noch zusammen und, wie beim Sängermarsch mit „Lasst uns beim Wein fröhlich sein“ besungen, wird die Gesellschaft genossen und begossen.

Tenor 1
Andreas Allmendinger
Gerhard Eberle
Curt-Jürgen Raiser
Stefan Seeger

Tenor 2
Peter Gagg
Günter Maier
Helmut Pritzl
Giuseppe Sterrantino
Martin Tröster
Rudolf Wanner

Bass 1
Thomas Betzitza
Werner Betzitza
Roland Forster
Andreas Gagg
Siegfried Kaiser
Helmut Kühnlein
Theo Tröster
Fritz Wagner
Günter Maier

Bass 2
Manfred Armbruster
Markus Beck
Rolf Kuhn
Marc Maier
Heiko Ripple
Frank Wagner
Franz Wörz

Grußworte

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Reutlingen,
Thomas Keck

Herzlich gratuliere ich dem Sängerkranz Rommelsbach zu seinem 125-jährigen Bestehen!

Seit fünf Generationen prägt der sangesfreudige Verein das kulturelle Leben in Rommelsbach. Etliche Familien haben die Vereinszugehörigkeit sozusagen vererbt: Da gibt es Sänger, deren Urgroßväter schon mitgesungen haben und deren Kinder nun auch bereits mit dabei sind. Der Sängerkranz ist seit seiner Gründung 1897 bis heute eine feste Größe im Ort – ebenso wie der fünf Jahre später gegründete Turn- und Sportverein, die Feuerwehr und inzwischen die Narrenzunft. Der Chor hat nicht nur zwei Weltkriege überstanden, sondern er kam auch in den letzten Jahren recht unbeschadet aus der Corona-Krise und hat nun allen Grund, sein Jubiläum gebührend zu begehen.

Großartig, wie hier alle zusammenwirken: die Bezirksverwaltung, die Verantwortlichen im Verein, die aktiven und passiven Mitglieder. Allen danke ich herzlich und wünsche gutes Gelingen für die verschiedenen Vorhaben im Jubiläumsjahr! 

Das Vorstandstrio ist rührig, der Verein gut aufgestellt – so lässt es sich zuversichtlich in die Zukunft blicken. Mögen weitere Generationen ihre Freude am gemeinsamen Singen erleben und das gesellschaftliche Leben der Nordraumgemeinde bereichern.

Sehr gerne komme ich am 3. Juli in die Turn- und Festhalle ins schöne Rommelsbach, um gemeinsam mit Ihnen 125 Jahre Sängerkranz Rommelsbach zu feiern!

Thomas Keck
Oberbürgermeister

Grußwort der Bezirksbürgermeisterin von Rommelsbach,
Gabriele Gaiser

Liebe Vorstandsmitglieder und liebe Mitglieder des Sängerkranzes Rommelsbach,

125 Jahre Sängerkranz Rommelsbach sind eine eindrückliche Bilanz für die erfolgreiche Arbeit eines der größten Vereine in Rommelsbach. Über so viele Jahre haben sich Bürgerinnen und Bürger von Rommelsbach beim Sängerkranz engagiert, mit Freude und Begeisterung gemeinsam gesungen und viele schöne Ausflüge und Erlebnisse geteilt.

Wir alle erinnern uns an zahlreiche schöne Konzerte und Auftritte vom Männerchor und vom Chor „No Limit“ und freuen uns sehr, dass wieder große Veranstaltungen mit musikalischer Begleitung stattfinden können.

Der Sängerkranz Rommelsbach ist ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens in Rommelsbach und trägt wesentlich zum Zusammenhalt im Ort bei.

Gerade auch in der Coronazeit hat der Sängerkranz Rommelsbach mit innovativen Aktionen besondere Momente geschaffen. Der traditionelle Rommelsbacher Herbst wurde ersetzt durch einen „Drive in“ zur Abholung von Zwiebel- und Krautkuchen. Dies war für uns alle wenigstens ein kleiner Ersatz für dieses schöne Fest in einer schweren Zeit. Kreative Ideen wie Singstunde online haben auch für die Vereinsmitglieder diese Zeit besser überbrückt.

Im Namen des gesamten Bezirksgemeinderats und auch ganz persönlich gratuliere ich dem Sängerkranz Rommelsbach und allen Geehrten zu ihrem Jubiläum sehr herzlich. 

Wir freuen uns auf viele schöne gemeinsame Stunden.

Herzliche Grüße

Ihre Gabriele Gaiser
Bezirksbürgermeisterin

Grußwort des Präsidenten des Chorverbands Ludwig Uhland,
Eberhard Wolf

Engagement – Idealismus – Solidarität 

Begeisterung für Musik und Gesang!

Diese Attribute müssen es gewesen sein und sind es auch heute noch, die dafür garantieren, dass ein Verein 125 Jahre alt wird und über Generationen hinweg bestehen kann.

In dieser langen Zeitspanne haben sich viele vom Singen faszinierte Menschen in Rommelsbach gefunden, bewegende Chormusik zu präsentieren und freundschaftliche Kontakte zu pflegen.

Das Vereinsziel, wertvolles Kulturgut pflegen, Liedgut verschiedener Zeitepochen und Stilrichtungen einzuüben und einem breiten Publikum aber auch sich selbst den Zauber des Liedes zu vermitteln, ist dem Sängerkranz mit seinen Chören stets gelungen.

Mit der Auszeichnung „Konzertchor im Schwäbischen Chorverband“ und mit der Verleihung der „Zelter-Plakette“ für besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik im Jahr 1997 wurde die chorische Arbeit besonders gewürdigt. 

Die Sängerinnen und Sänger und die Verantwortlichen im Sängerkranz Rommelsbach haben in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten mit großer Begeisterung und Engagement dazu beigetragen, den Bürgerinnen und Bürgern in Rommelsbach und in der Region bei vielen kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen schöne und erlebnisreiche Stunden zu vermitteln. Die große Anzahl gut besuchter Auftritte beweisen die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit der Chöre.

Mögen die Veranstaltungen zum 125-jähringen Jubiläum zu einem eindrucksvollen musikalischen Erlebnis werden und viele Menschen ansprechen und für unsere gemeinsame Sache, den Chorgesang, begeistern. Denn gerade im Zeitalter der Medien muss es Spaß machen, einem Chor zuzuhören, ihm zuzuschauen und verführt zu sein, vielleicht darin mitzusingen.

Zum 125-jährigen Vereinsjubiläum herzliche Grüße und die besten Glückwünsche des Präsidiums des Chorverbandes Ludwig Uhland.

Wir hoffen, dass das Chorjubiläum einen Impuls für weitere erfolgreiche Jahre des Chorgesangs beim Sängerkranz Rommelsbach werden kann, gemäß der Aussage von Paul Hindemith: „Musik machen ist viel besser als Musik zu hören“.

Eberhard Wolf
Präsident Chorverband Ludwig Uhland

Grußwort der Vorstände des Sängerkranzes Rommelsbach 1897 e.V.

Sind wir von der Arbeit müde, bleibt noch Kraft zu einem Liede.
Das war der Wahlspruch unserer Alten, die Jugend wird es also halten.

Mit unserem Wahlspruch grüßen wir alle Sängerinnen und Sänger, Mitbürgerinnen und Mitbürger, Freundinnen und Freunde, Förderer und alle, die uns kennen.

Heute würden wir das vielleicht etwas anders formulieren. Doch die Wahrheit ist nach wie vor, dass uns das Singen nach aller Arbeit neue Kraft und Freude gibt. 
Das verbindet uns mit unseren Vorgängern im Verein und hält uns alle zusammen. 

Jede Zeit hat ihre Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Alle Vereine und nicht nur die Chöre klagen seit Jahren über Mitgliederschwund.
Die letzten zwei Jahre mit Corona haben dem Verein und dem Zusammenhalt extrem viel abverlangt.
Es waren zeitweise keine Proben in Anwesenheit möglich. Doch auch in dieser Zeit gab es einige unerschrockene, die Proben am Computer mitgemacht haben. Dann waren Proben in Anwesenheit möglich, jedoch unter immer neuen Bedingungen, die wir erfüllen mussten. Mit viel Engagement haben wir diese Proben ermöglicht. Bis heute führen wir vor den Proben Schnelltests durch, auch wenn dies nicht mehr gefordert wird. Die Gesundheit der Sängerinnen und Sänger ist uns das Wichtigste.
Unsere gesellschaftlichen Auftritte waren nicht möglich. Keine Ständchen zu den Geburtstagen, keine Begleitung der Trauerfeiern, kein Dorffest oder Vereinsfest. Aber es gab und gibt gute kreative Ideen, mit denen wir den Herausforderungen begegnen können. Mit großer Bereitschaft und Unterstützung unserer Mitglieder wurden einige dieser Ideen realisiert. Es gab zu keinem Zeitpunkt einen Stillstand im Verein. Wir können daher dieses Jahr mit Stolz unser 125-jähriges Jubiläum feiern.

Wir sind allen dankbar, die in den vergangenen 125 Jahren das Vereinsleben mit viel Einsatzbereitschaft und Leidenschaft gestaltet haben. Wir sind auch allen dankbar, die den Verein durch alle Höhen und Tiefen getragen haben. Wir dürfen sehen, wie die Kameradschaft in unserem Verein gepflegt wird. Die starke Treue zum Verein überbrückt bei unseren Mitgliedern so manche persönlichen Animositäten. Wir aktuellen Vorstände freuen uns, dass wir diesen Verein ein Stück seines Weges begleiten und gestalten dürfen.

Keiner kann sagen, was uns die Zukunft bringt. Wird das Vereinsleben wieder so, wie es vor der Pandemie gewesen ist? Die Veränderungen in der Gesellschaft schreiten immer schneller fort. Die Menschen haben heute andere Vorstellungen von Freizeitgestaltung. Wir wünschen uns, dass wir immer kreative Kräfte in unserem Verein haben, die Antworten auf die Veränderungen finden. Der Gesang als Freizeitangebot sollte stets eine Form finden, die die Menschen anspricht. Dazu zählt natürlich, dass dies in unserem Verein „Sängerkranz Rommelsbach 1897 e.V.“ noch lange möglich ist. Denn eins ist sicher. Eine Gesesllschaft ohne Feste und ohne Gesang wird sehr eintönig.

Sind wir von der Arbeit müde, so bleibt noch Kraft zu einem Liede.

Wir laden Sie alle ein: Singen Sie mit uns. Werden Sie ein Teil dieser tollen Gemeinschaft. Werden Sie ein Teil der Sängerkranzfamilie. Wenn Sie nicht singen wollen oder können, so werden Sie passives Mitglied und unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrem Beitrag.

Wir wünschen dem Sängerkranz Rommelsbach ein gute Zukunft.

Werner Wandel, Martin Tröster, Andreas Gagg, Thomas Betzitza
Vorstand

Grußwort der Chorleiterin von No Limit,
Sarah Betzitza

125 Jahre Sängerkranz Rommelsbach 1897 e.V. 

Es gibt uns noch, nach 125 Jahren!

Wie viele Sängerinnen und Sänger haben den Verein in dieser langen Zeit geprägt und mit Leben gefüllt? 
Wie viele Menschen haben durch den Verein den Weg zum Singen und in eine starke Gemeinschaft gefunden?
Wie viele Auftritte und Konzerte, Ständchen, Feste und Veranstaltungen wurden geplant, vorbereitet und durchgeführt?
Wie viel Freude hat der Verein seinen Mitgliedern, Zuhörern und Besuchern bereitet? 

Besonders letzteres ist unmöglich in Zahlen auszudrücken und gerade dadurch so kostbar. Singen bringt Freu(n)de – das ist im Sängerkranz Rommelsbach Programm! Ich bin froh und dankbar, dass ich als Chorleiterin des Jungen Chores „No Limit“ ein Teil des Vereins und dieser 125 Jahre sein darf!

Selbst durch die Corona-Pandemie haben wir uns nicht unterkriegen lassen. Die Chöre haben neue Möglichkeiten gefunden, sich zu sehen, auszutauschen und sogar miteinander zu singen. Auch in Zeiten, in denen Proben vor Ort nicht möglich waren.

Es war keine leichte Zeit, aber sie hat uns neu zusammengeschweißt und stärker werden lassen.

Und so haben wir dieses Jahr mehr denn je Grund zu feiern: 

Es gibt uns noch – und wie!

Ich freue mich auf das Jubiläumsjahr und noch zahlreiche weitere mit viel Musik und Freude!

Grußwort der Ehrenvorsitzenden des Sängerkranzes Rommelsbach 1897 e.V.,
Gerhard Eberle und Peter Gagg

Liebe Sängerinnen und Sänger, liebe Freunde des Sängerkranz Rommelsbach, 

wer hätte 1897 bei der Gründung des Gesangvereines Rommelsbach daran gedacht, dass dieser mit seinen Auftritten und dem Vereinsleben bis heute die Menschen begeistert. Singen ist eine der ältesten kulturellen Betätigungen der Menschen und ein Ausdruck des Lebensgefühls. Die Menschen haben ein Herz, ein Gemüt und das verlangt nach Geselligkeit und Musik. Hierbei kommt in der Musik dem Gesang eine besondere Bedeutung zu. Das meinte auch schon der berühmte Komponist Richard Wagner: „Das älteste, echte und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme.“ 

Seit 125 Jahren erfreut der Sängerkranz Rommelsbach die Menschen in und um Rommelsbach mit seinen Liedern, Festen und Auftritten. Dazu braucht man motivierte und engagierte Sängerinnen, Sänger und Mitglieder. Aber auch viele Freundschaften wurden durch den Sängerkranz Rommelsbach geschlossen. Singen schafft fröhliche Menschen und freundschaftliche Bindungen. Das ist das, was das Hobby-Singen in unseren Chören ausmacht.

Wir freuen uns und möchten uns bedanken, dass wir jahrzehntelang diesen Verein führen und die Freundschaften pflegen durften. Wir hoffen und wünschen dem Verein mit seinen Verantwortlichen und Mitgliedern, dass sie ausreichend Nachwuchs finden, um den dauerhaften Erhalt der guten Tradition des Männerchores und des Jungen Chores zu erhalten und die Chöre und das Vereinsleben in eine gesunde und erfolgreiche Zukunft führen. 

Zu den im Jubiläumsjahr stattfindenden Matinee mit Konzertcharakter, vielen Ehrungen und Festveranstaltungen wünschen wir schon heute einen vollen Erfolg.

Gerhard Eberle und Peter Gagg
Ehrenvorsitzende

Grußwort des Ehrenchorleiters des Sängerkranzes Rommelsbach 1897 e.V.,
Walter Beck

125 Jahre gemeinsame Freude am Singen

125 Jahre Sängerkranz Rommelsbach 1897 e.V. ist ein guter Grund zur gemeinsamen Freude. Diese Freude soll in einer Reihe von Veranstaltungen zum Ausdruck kommen.

Wir schätzen uns glücklich, dass unsere Vereinsverantwortlichen bereit sind, für das Jubiläumsjahr ein hohes Maß an Idealismus und Zeit einzusetzen, und somit zu einem guten Gelingen der Festtage beitragen. Ein Jubiläum stellt immer einen markanten Einschnitt für eine singende Gemeinschaft dar. Wenn wir den Blick in die Vergangenheit richten, so bedeutet ein solches Jubiläum ein Erinnern an all das Schöne, welches die Generationen vor uns durch ihr Singen geschaffen haben. So notwendig ein solcher Rückblick auch sein mag, so müssen wir doch auch nach vorne schauen. Wir müssen uns vor allem im Männerchorbereich – ungeachtet aller traditionellen Bindungen – um sinnvolle, vereinsübergreifende Kooperationsformen bemühen. Die rückläufigen Sängerzahlen bei den Männerchören machen es notwendig. Gewiss können kooperative Formen nicht plötzlich die Nachwuchsprobleme beseitigen. Zumindest aber werden neue Wege für weiterführende, gute Chorarbeit eröffnet.

Ich wünsche dem Sängerkranz, allen Sängerinnen und Sängern einen schönen Verlauf der Festveranstaltungen und Glück und Erfolg auf ihrem Weg in die Zukunft.

In herzlicher Verbundenheit

Walter Beck
Ehrenchorleiter

Die Vereinsgeschichte

Auf der folgenden Seite finden Sie die Geschichte des Vereins, die Chronik der Vorstände sowie die Chronik der ChorleiterInnen. Ein tabellarische Form der Chronik von Gründung bis zum Jahr 2000 können Sie hier downloaden.

Verein

1897-1900

Die Gründerzeit

Es war im Juli 1897. Eine kleine Schar junger Männer fand sich zusammen, um offiziell einen Gesangsverein zu gründen. Im Dezember des Gründungsjahres war der Verein auf 35 aktive Mitglieder angewachsen. Um sich auch in der Öffentlichkeit als Verein darstellen zu können, wurde im Jahre 1904 beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Die Fahnenweihe fand am 5. Juni 1904 im Rahmen eines Festgottesdienstes statt. Nachmittags wurde die Fahne in einem Festzug mitgeführt, an dem elf Vereine aus der näheren Umgebung mitmachten. Zum Abschluss des Festtages gab es einen großen Ball. Auch einen neuen Namen hat sich der Verein bei diesem Anlass gegeben. Aus dem schlichten Gesangsverein wurde nun der „Sängerkranz Rommelsbach“. Der Verein zählte inzwischen 45 Mitglieder. Für den damals kleinen Ort war dies eine beachtliche Leistung.

Nach der Jahrhundertwende

Bedingt durch die Versetzung der Lehrer, welche den Chor musikalisch leiteten, gab es im Amt des Chorleiters einen regen Wechsel. Unter der Leitung von Herrn Holzbauer aus Reutlingen war der Chor bis zum Jahre 1910 musikalisch in guter Hand. Die Vorstände wechselten sich alle zwei bis drei Jahre im Amt ab.

1900-1910
1910-1920

Neuer Chorleiter und Erster Weltkrieg

Der Oberlehrer und spätere Schulvorstand Zimmermann führte von 1910 bis 1920 den Dirigentenstab. Unter den Kriegswirren und deren Folgen litt das Vereinsleben sehr. Ja, das Vereinsleben kam sogar zum Stillstand. In der Vereinschronik des Jahres 1919 wurde festgehalten: „wir warten auf bessere Zeiten“.

Die 20er Jahre

Am 20. November 1920 wurde eine Versammlung einberufen und dabei beschlossen, mit den Mitgliedern des Turnvereins den Singstundenbetrieb wieder aufzunehmen. Die musikalische Leitung hatte damals Hauptlehrer Lindenberger. Als Vorstand wurde Christian Weckner das Vertrauen ausgesprochen. Die Nachkriegszeit war verbunden mit großer Arbeitslosigkeit. Darunter hatte auch der Sängerkranz sehr zu leiden. Im Jahre 1922 übernahm Christian Herrmann die Vereinsleitung als Vorstand. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse wurde das 25jährige Vereinsjubiläum am 14. Mai 1922 im engsten Kreis der Vereinsfamilie im Gasthaus „Germania“ gefeiert. 1923 stellte sich der Vereinsvorstand wegen Arbeitsüberlastung nicht mehr zur Verfügung. Theodor Schäfer sen. war bereit, als Vorstand einzuspringen.  Der Verein erholte sich erfreulicherweise nach und nach von den Wirren der Zeit. Man kann sogar sagen, dass es in der zweiten Hälfte der 20er Jahre zu einer Blütezeit kam. Gesangliche Schulung und kameradschaftlicher Zusammenhalt waren die Verdienste des Vereinsgespannes Lindenberger und Schäfer. Bei den Kritik- und Wertungssingen in Esslingen, Bad Cannstatt und Eningen konnten die Rommelsbacher beachtliche Beurteilungen nach Hause bringen. 1927 wurde unter Federführung des Sängerkranzes ein Kinderfest veranstaltet. Kirchliche Konzerte fanden bei der Bevölkerung stets eine große Resonanz. 

1920-1930
1930-1940

Die 30er Jahre und der Zweite Weltkrieg

1930 bestand der Verein aus 109 Mitgliedern; dazu kamen 35 Frauen als Mitglieder. Das erste größere Fest seit dem Bestehen des Vereins wurde im Jahre 1931 als vierunddreißigstes Stiftungsfest gefeiert. Auf dem Festplatz wurde dazu ein Zelt aufgestellt. Die gesanglichen Darbietungen der Rommelsbacher Sänger standen zu dieser Zeit auf einem beachtlichen Niveau. Aus der Nachbarschaft von Rommelsbach besuchten und unterstützen zahlreiche Vereine das Fest. Doch wie im Leben, so folgten auch für den Verein nach Höhepunkten immer wieder Tiefen. Zunehmende Arbeitslosigkeit und vor allem politische Veränderungen ließen auch den Sängerkranz Rommelbach nicht unberührt. Im Jahre 1933 war es dann soweit: Der Verein musste auf Grund politischer Verfügung aufgelöst werden. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt. In der Folgezeit wurde mehrmals ergebnislos versucht, den Verein wieder aufleben zu lassen. Die alte Vereinsführung wurde nicht mehr zugelassen. Es musste nach neuen Führungskräften gesucht werden. Schließlich erklärte sich der frühere zweite Vorstand Wilhelm Schmid bereit, sich zum ersten Vorstand wählen zu lassen. Für die musikalische Leitung konnte der Rommelsbacher Lehrer Walter Beck gewonnen werden. Alles ging wieder gut. 1936 erhielt der Verein beim Gauliederfest in Tübingen eine sehr gute Beurteilung. Die politischen Einflüsse schwächten jedoch den Verein immer mehr. Die aktiven Sänger wurden weniger. 1938 war Wilhelm Schmid nicht mehr bereit, als 1.Vorstand den Verein zu führen. Es war schwierig einen Nachfolger zu finden. Schließlich erklärte sich der damals junge Sänger Adolf Fleck dankenswerter Weise bereit, das Amt zu übernehmen und das Auseinanderfallen des Vereins zu verhindern. Daraufhin ging es im Verein zunächst wieder ganz gut. Doch 1939 brach der unselige zweite Weltkrieg aus. Zahlreiche Sänger wurden zur Wehrmacht einberufen. Chorleiter Walter Beck war auch dabei. Der Verein war also ohne Chorleiter.

Die 40er Jahre und das Kriegsende

Der Vorstand konnte schließlich Lehrer Kill als Dirigenten gewinnen. Damit konnten die Singstunden bis zum Jahre 1943 einigermaßen über die Runden gebracht werden. Inzwischen tobte der Krieg an allen Fronten. Immer mehr Sänger mussten zur Wehrmacht und in den Krieg. Das Singen musste schließlich eingestellt werden. Der Verein pflegte während dieser Zeit die Kameradschaft mit den Sängern an den Fronten mit Spenden und Grüßen aus der Heimat. 1945 war der Krieg zu Ende. Er hat unendliches Leid und viel Trauer gebracht. Unter den Sängerkameraden hat er Lücken gerissen. Ende 1946 fanden sich dann alte Sänger, aber auch junge Männer aus dem Ort zusammen, um den Chorgesang wieder aufzunehmen. Theodor Schäfer sen. wurde zum ersten Vorstand gewählt. Hauptlehrer Barth aus Oferdingen übernahm die musikalische Leitung. Mit der Zeit wurde es ihm jedoch zu viel, die Chöre in Oferdingen und Rommelsbach zu leiten. Er brachte den Wunsch zum Ausdruck, nach einem Ersatz zu suchen. Dem damaligen zweiten Vorstand Adolf Fleck ist es zu verdanken, dass Willi Schuler aus Reutlingen gewonnen werden konnte. Mit dieser Wahl hatte der Verein eine äußerst glückliche Lösung gefunden. Willi Schuler verstand es, mit immer neuen Ideen sowie einer ausgewogenen Führung die Sänger zu begeistern. Mit dem Sängerkranz ging es rasch wieder aufwärts. Die Zahl der Sänger wuchs erfreulich an. Im Frühjahr 1949 übernahm Adolf Fleck die Vorstandschaft. Unter seiner Regie wurde das erste Kinderfest nach dem Krieg veranstaltet. Es fanden auch wieder regelmäßig Konzerte statt. Sehr bald wurde vielerorts erkannt, dass ein Verein sich in einer größeren Gemeinschaft – vor allem in der Öffentlichkeit über die Ortsgrenzen hinaus und bei Festveranstaltungen – leistungsfähiger darstellen kann. Eugen Renz, Vorstand des Gesangvereins Wannweil, ergriff die Initiative und lud Ende 1949 die Vorstände von Altenburg, Degerschlacht, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen, Rommelsbach und Sickenhausen ein, um die Gründung einer Chorgemeinschaft, bei welcher sich die Vereine gegenseitig unterstützen, zu besprechen. Da sieben Vereine anwesend waren, wurde der Chorgemeinschaft der Name „Die Sieben Schwaben“ gegeben. Delegiert aus Rommelsbach waren bei der Gründung: Als Vorstand Adolf Fleck, zweiter Vorstand Alfred Haussmann, Kassier Wilhelm Wandel und das Vereinsmitglied Robert Vogel.

1940-1950
1950-1960

Die 50er Jahre

Der Sängerkranz war bisher noch ohne eigenes Klavier. Schließlich hatten mehrere Eingaben an die Gemeindeverwaltung Erfolg, und damit bekam der Verein sein 1933 enteignetes Instrument wieder zurück. In den folgenden Jahren wuchs der Sängerkranz unter Chorleiter Willi Schuler und Vorstand Adolf Fleck zu einer echten Sängerkameradschaft zusammen. Beim Gauliederfest in Urach erhielten die Rommelsbacher beim Wertungssingen die höchste Note, nämlich „sehr gut“. Die Sänger beschlossen, das im Jahr 1947 fällig gewesene 50jährige Jubiläum nachzuholen. Es wurde im Juli 1952 in zwei großen Festzelten mit zwei Tribünen gefeiert. Zwanzig Gastvereine waren zu Chorvorträgen gekommen. Das verspätete Jubiläumsfest wurde zu einem großen Erfolg für den Sängerkranz. Premiere an diesem Fest hatte auch der Sängerkranz mit seinem eigenen Wahlspruch: 
Sind wir nach der Arbeit müde, 
bleibt noch Kraft zu einem Liede. 
Das war der Wahlspruch unserer Alten, 
die Jugend wird es also halten!

Bundeschormeister Prof. Hugo Hermann hatte den Wahlspruch für den Sängerkranz eigens vertont. Noch im gleichen Jahr beteiligten sich die Sänger beim Schwäbischen Chorliederfest in Aalen. In der Stufe gehobener Chorgesang erhielten sie mit dem Lied „Hände“ von Ernst Lendvay die Wertungsnote „sehr gut“. In den folgenden Jahren veranstaltete der Verein zahlreiche Konzerte und Vereinausflüge. Herausragend war die Teilnahme beim achten Gauliederfest des Uhlandgaues in Reutlingen im Juli 1953. Sechzig Sänger aus Rommelsbach waren dabei. In der Kritik kam zum Ausdruck: „es war eine der allerbesten Leistungen des Nachmittags“. 1956 fand in Stuttgart das Bundessängerfest statt und die Rommelsbacher Sänger waren natürlich auch mit dabei. 1957 wurde das 60jährige Stiftungsfest zusammen mit dem Sommerfest der Chorgemeinschaft „Sieben Schwaben“ gefeiert. Hundert Rommelsbacher Sänger und eingeladene sangesbegeisterte Frauen erfreuten die Festbesucher. 1958 war der Verein beim Rundfunk zu Gast. Die Aufnahmen waren dann in der Stunde des Chorgesangs zu hören. Für die Sänger wie für die Einwohnerschaft war dies ein ganz besonderer Höhepunkt.

Die 60er Jahre

Bei den immer beliebter werdenden Veranstaltungen des Sängerkranzes stellte sich das Fehlen eines geeigneten Festsaales zunehmend als Hemmnis heraus. Um so erfreulicher war für die Sänger, dass sich die Gemeinde entschloss, eine neue Turn- und Festhalle zu bauen. Dabei nahm man die Chance wahr, für die Sänger einen Probenraum zu schaffen. Da die Gemeinde Interesse am Vereinsklavier hatte, kaufte der Sängerkranz zur Einweihung der Halle einen Bechsteinflügel. Spenden der Sänger, Mitglieder und Freunde des Vereines ermöglichten die Anschaffung. So konnte das erste Konzert 1961 in der neuen, vollbesetzten Festhalle mit dem neuen Flügel stattfinden. Das Konzert wurde zum großen Erfolg. 1962 besuchte der Verein das Deutsche Bundessängerfest in Essen. Vom Uhlandgau mit seinen 130 Vereinen war der Sängerkranz der einzige Chor, der auf Grund seiner Teilnehmerzahl in der Lage war, als Einzelverein mit Chorvorträgen aufzutreten. Singen verbindet, sogar über Ländergrenzen und Ozeane hinweg. So wurde beim Bundessängerfest Freundschaft mit einem Chor aus Argentinien geschlossen. Auch noch nach Jahren wurden Grüße ausgetauscht. Beim Bundessängerfest 1968 in Stuttgart traf man sich wieder mit den Sängern und sie waren damals sogar für einen Tag in Rommelsbach zu Gast. In den 60er Jahren überzeugte der Verein bei zahlreichen Konzerten, Festen und Vereinsfeiern die Zuhörer durch seine gute Vereinsarbeit und hohes kulturelles Niveau. 1966 wurde, wie immer, fleißig geübt und gelernt. Der Uhlandgau veranstaltete sein zehntes Liederfest in Urach mit Kritiksingen. Unserem Chor wurde dabei ein gutes Zeugnis ausgestellt. Im gleichen Jahr richtete der Sängerkranz das „Sieben-Schwaben“-Sommerfest aus. Der langjährige Dirigent Willi Schuler erkrankte. Zum Glück konnte der Verein auf seinen Vize-Chorleiter Walter Beck zurückgreifen. Für Walter Beck war es eine besondere Herausforderung und er meisterte diese Bewährungsprobe vorzüglich. Weitere Konzerte und Veranstaltungen wechselten sich ab. Chorleiter Willi Schuler konnte seine Aufgaben wieder wahrnehmen. 1968 löste Alfred Haussmann den langjährigen Vorstand Adolf Fleck ab.

1960-1970
1970-1980

70er Jahre und die Gründung eines Kinderchores

Mit dem Wechsel in das siebte Jahrzehnt musste Willi Schuler die Chorleitung abgeben. Sein schlechter Gesundheitszustand forderte von ihm und den Sängern diesen bedauerlichen Tribut. Der Verein hat ihm unendlich viel zu verdanken. Mit seiner Ernennung zum Ehrenchorleiter würdigten die Sänger seine Verdienste. Die Nachfolge übernahm nun Walter Beck. Die Sänger hielten von Anfang an treu zu ihm und so konnte im Herbst 1970 unter seiner Leitung ein Kirchenkonzert durchgeführt werden. Im Frühjahr 1971 stand der Sängerkranz vor einem Problem. Er hatte sich beim Gauliederfest in Mössingen zum Kritiksingen angemeldet. Chorleiter Walter Beck musste zu einer Operation ins Krankenhaus. Der Sänger Hermann Fleck, der kurz zuvor die Chorleiterprüfung abgelegt hatte, konnte zum Glück für Walter Beck einspringen. Das Kritiksingen brachte der Sängerkranz unter der Leitung des wieder gesundeten Chorleiters Walter Beck dann zum guten Abschluß. Bei der Vereinsweihnachtsfeier 1970 wirkten erstmals Kinder mit. Dies war dann auch der Anlass, einen Kinderchor im Verein fest zu etablieren. Nicht zuletzt auch in der Absicht, später daraus Nachwuchs für den Männerchor zu gewinnen. Walter Beck war erfreulicherweise bereit, den fünfzig Jungen und Mädchen umfassenden Chor zu leiten. 1972 übernahm der 2. Vorstand Hermann Fleck die Chorleitung im Kinderchor. Im gleichen Jahr wurde dem erkrankten Ehrenchorleiter Willi Schuler zu seinem 65. Geburtstag ein Geburtstagsständchen gebracht. Das 75jährige Jubiläum wurde 1972 gebührend gefeiert. Ein Festgottesdienst mit Totenehrung gab den Auftakt. 26 Gastvereine bereicherten mit Chorvorträgen das Fest. Natürlich durfte auch ein Festzug durch Rommelsbach nicht fehlen. Im Jahr 1973 wirkte der Sängerkranz bei zwei Baumaßnahmen mit: Im März wurde die umgebaute Kirche eingeweiht und im Juli die neue Aussegnungshalle fertiggestellt. Im Juli 1974 feierte die Freiwillige Feuerwehr Rommelsbach das 100jährige Jubiläum. Der Sängerkranz war, wie immer, mit Gesang und tatkräftiger Mitarbeit dabei. Das Fest fiel auf den Tag genau zusammen mit der Vereinigung der seither selbständigen Gemeinde Rommelsbach mit der Stadt Reutlingen. Dann kam nach längerer Pause wieder ein Auftritt im Rundfunk. Chorleiter Walter Beck hatte die Lieder sehr gut vorbereitet. Die Radioleute konnten fast alle unsere Chöre auf Anhieb aufs Band nehmen. Im Ort hatten wir den Sendetermin bekannt gemacht und so war wohl am 24. August in fast jedem Haus in Rommelsbach zur Stunde der Chormusik das Radio eingeschaltet. Im November 1975 wurde die neue Turnhalle am Reisweg eingeweiht. Unser Verein war bei der Gestaltung des Einweihungsprogrammes mit von der Partie. Das 17. Chorfest des Deutschen Sängerbundes in Berlin war das herausragende Ereignis für die Sänger in diesem Jahr. Mit dem Flugzeug flogen wir zum Fest. Überall wo sich die Gelegenheit bot, auf Straßen und Plätzen in Berlin, hatten wir bei unserem Singen dankbare und beifallsfreudige Zuhörer. Es waren wunderschöne Tage in Berlin. Unser Ehrenchorleiter Willi Schuler feierte 1977 seinen 70. Geburtstag. Er freute sich über unser Ständchen. Bei dem Gauchorfest des Uhlandgaues 1977 in Tübingen hatten wir uns und unseren Kinderchor zum Kritiksingen angemeldet. Alles klappte bestens und beide Chöre erhielten eine sehr gute Kritik. Am 14. Janur 1978 löste Gerhard Eberle den seitherigen Vorstand Alfred Haussmann ab. Jakob Futter wurde sein Stellvertreter.

80er Jahre und die Gründung eines Jugendchores

Nach sehr anstrengenden Zeiten für die Sänger in den 70er Jahren wurde der Einstieg in die 80er Jahre etwas ruhiger angegangen. Auftritte bei den Reutlinger Chortagen, mit dem 60jährigen Jubiläum des Uhlandgaues im Jahre 1980, und das 10jährige Jubläum unseres Kinderchors waren herausragende Veranstaltungen. In großer kameradschaftlicher Leistung baute der Verein unter der Regie des Sängers Jakob Futter ein eigenes Festzelt. Mit einem Fest wurde dieses Zelt am 22. Mai 1982 eingeweiht. Im Jahre 1983 war das Deutsche Sängerfest in Hamburg. Der Sängerkranz Rommelsbach war bei den Sängern der „Amicitia“ in einem Vorort von Hamburg untergebracht. Es kam eine echte Freundschaft und Kameradschaft mit den „Amicitianern“ zustande. Fritz Wagner wurde im Dezember 1983 neuer Jugendchorleiter. Er löste Hermann Fleck ab, der den Jugendchor seit 1972 betreute. 1984 besuchten uns die Sänger der Amicitia aus Hamburg. Es gefiehl ihnen bei uns sehr gut. 1987 wurde das Uhlandgaukonzert in Münsingen abgehalten. Unser Männer- und der Kinderchor erhielten beim Kritiksingen sehr gute Noten. 90 Jahre alt wurde der Sängerkranz im Jahre 1987. Zusammen mit dem „Sieben-Schwaben“-Sommerfest und mit dem Gaujugendchortreffen wurde ein großes Fest gefeiert. Im gleichen Jahr gründeten 20 Mädchen einen Jugendchor. Die musikalische Leitung übernahm Kinderchorleiter Fritz Wagner als zusätzliche Aufgabe. 1989 feierten die Sänger das Jubiläumskonzert. Walter Beck hat in diesen zwei Jahrzehnten den Männerchor geprägt, zu einem hohen Leistungsstand geführt und kameradschaftlich zusammengeschweißt.

1980-1990
1990-2000

90er Jahre und das 100-Jährige Jubiläum

Bei der Generalversammlung im Januar 1990 wurde unser langjähriger Sänger Alfred Haussmann zum Ehrenvorstand ernannt. Er hat den Verein als Vorstand kameradschaftlich zusammengehalten und entscheidenden Einfluß genommen. Im Juli 1990 veranstaltete die Stadt Reutlingen, zusammen mit dem Nordraumgemeinden, die 900-Jahr-Feier. Beim großen historischen Festzug durch Rommelsbach waren Tausende von Zuschauern aus der Nachbarschaft dabei. Der Sängerkranz Rommelsbach war im Festzug mit einer vielbeachteten Keltengruppe vertreten. Jakob Futter hatte die Idee zu dieser Gruppe. Handwerklich begabte Sänger bauten mit viel Fleiß einen historischen Keltenwagen, stilecht mit Ausrüstung. Am 21. April 1991 feierte der Kinderchor das 20jährige Bestehen. Ein eindrucksvolles Konzert prägte dieses Jubiläum. Eine in seiner bisherigen Geschichte einmalige Wertung erhielt der Männerchor im Jahre 1991 beim vierten Chorwettbewerb in Esslingen mit dem Prädikat „Konzertchor im Schwäbischen Sängerbund“. In dieser hohen Auszeichnung kommt zum Ausdruck, auf welch hohes Niveau Chorleiter Walter Beck seinen Chor gebracht hat. Der Titel darf sechs Jahre geführt werden. Der Jugendchor der Mädchen hatte seit seiner Gründung verschiedene in der Öffentlichkeit beachtete Auftritte. 1992 wurde er unbenannt in „Junger Chor“.
Im Mai war das Bundessängerfest in Köln. Wir hatten Gelegenheit, eine Vielzahl von interessanten Veranstaltungen zu besuchen. Die Schlußveranstaltung war wie immer ergreifend schön. 1993 gab Fritz Wagner seinen Jugendchorleitertätigkeit an Frau Edelgard Erdmann ab. Beim Jungen Chor wurde das Singen leider bis auf weiteres eingestellt. Im Dezember 1993 konnte Vorstand Gerhard Eberle den Reinerlös von 5500 DM aus zwei Benefizkonzerten zugunsten des neuen Gemeindehauses an Pfarrer Mayer-Traulsen überreichen. 1994 waren hohe Ehrungen und ein Jubiläumskonzert fällig. Unser Chorleiter Walter Beck führte 25 Jahre Regie im Sängerkranz. Unter seiner Führung hat der Sängerkranz hohes Ansehen im weiten Umkreis erlangt. Eine herausragende Leistung vollbrachte der Kinderchor unter der Leitung von Frau Edelgard Erdmann im April 1995. In fast an die Grenz der Belastbarkeit gehender Probenarbeit wurde das zeitkritische Musical „Knasterbax und Siebenschütz“ einstudiert. Der Erfolg hat die Mühen gelohnt, er war großartig. Im Jahr 1995 feierte der Uhlandgau sein 75jähriges Jubiläum. Zum Konzertabend in der Reutlinger Listhalle hatte sich der Sängerkranz für eine moderne gesellschaftliche Chormusik entschieden. Vor sachkundigem Publikum erhielt der Sängerkranz großen Beifall. 
1997 wurde der Sängerkranz hundert Jahre alt.

Das neue Jahrtausend

Bei der Generalversammlung 2000 wurde Peter Gagg zum 1. Vorstand gewählt; er löst Gerhard Eberle ab. Das Wertungssingen im Oktober in Esslingen schloss der SKR mit dem Titel „Preisträger Leistungskategorie 2″ ab. Im März 2001 wurden die Jubilare anlässlich der 1. Matinée geehrt. Im Mai fand ein Konzert anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Kinderchor“ statt. Im November veranstaltete der SKR ein Konzert unter Mitwirkung aller Chöre und einer Bigband aus Schlaitdorf. Der Ludwig-Uhland-Gau führte im März 2002 seinen Gautag in Rommelsbach durch. Der Familienausflug führte uns in diesem Jahr nach Lörrach. Im Juni 2003 besuchten wir das Chorfest in Berlin. Aus dem bisherigen Sängerfest wurde im September der 1. Rommelsbacher Herbst. Im Juni 2004 fanden für unseren scheidenden Chorleiter Walter Beck zwei Abschiedskonzerte statt. Im Oktober waren unsere Sangesfreunde aus Hamburg zu Gast in Rommelsbach. Einige unserer Kinder haben im Gesamtchor zum 65. Geburtstag unseres Ministerpräsidenten Eugen Teufel gesungen. Anlässlich der Gauchortage 2005 in Tübingen sang unser Kinderchor in der Müller-Galerie. Der Kinderchor führte das Musical „Casting“ auf. Der Männerchor nahm am Chorwettbewerb in Esslingen teil und erreichte wieder eine gute Beurteilung. Im Juni 2006 waren wir bei unseren Freunden in Hamburg zu Besuch. Axel Göller wurde unser neuer Chorleiter. Das 110-jährige Jubiläum des SKR wurde im März 2007 gefeiert. Das Konzert fand unter Mitwirkung des Kinderchors und einer Begleitcombo statt. Die komplette Renovierung des Farrenstalls ist abgeschlossen. Im Mai 2008 sang der Männerchor zur Eröffnung der Bundesbeiratssitzung des Schwäbischen Sängerbundes. Im Juni waren die Hamburger Freunde für drei Tage zu Gast in Rommelsbach; wir feierten 25 Jahre Sängerfreundschaft mit dem Verein Amicitia aus Curslak. Der Familienausflug 2009 führte uns nach Dresden. Vor dem Chorfestival in Heilbronn waren die Kinder drei Tage im Kinderchorcamp. Im Herbst gab es ein Musical des Jungen Chores. Im Juli 2010 feiert der Kinderchor sein 40-jähriges Bestehen. Ebenfalls im Juli gibt der Sängerkranz sein Konzert  „Schwungvoll durch die Jahrhunderte“.

2000-2010

Chronik der Vorstände

bis 1920

Johannes Fauser
Martin Raiser
Matthäus Lachenmeier
Gottlob Reinhardt
Matthäus Schmid
Jakob Schäfer
Christian Hermann

Christian Weckner

1920-1922
1922-1923

Christian Hermann

Theodor Schäfer sen.

Ehrenvorstand 1951-1972

1923-1934
1934-1938

Wilhelm Schmid

Adolf Fleck

Ehrenvorstand 1968-1983

1938-1946
1946-1949

Theodor Schäfer sen.

Ehrenvorstand 1951-1972

Adolf Fleck

Ehrenvorstand 1968-1983

1949-1968
Alfred Haußmann

1968-1978

Ehrenvorstand 1990-1996

Gerhard Eberle

Ehrenvorstand seit 2000

1978-2000
2000-2013

Peter Gagg

Ehrenvorstand seit 2013

Martin Tröster

Werner Betzitza 2013-2014
Herbert Trost 2013-2016

2013-2016
2016-2022

Martin Tröster
Günter Maier
Petra Ecklmeier

Werner Wandel
Martin Tröster
Andreas Gagg
Thomas Betzitza

seit 2022

Chronik der ChorleiterInnen

ChorleiterInnen des Jungen Chors

2008-2010

Johannes-Samuel Pflüger

Axel Göller

2010-2012

Chorleiter des Männerchors

1897-1898

Lehrer Kettler

Hauptlehrer Eipperlin

1899-1902
1903-1910

Herr Holzbauer

Hauptlehrer Zimmermann

1911-1920
1920-1933

Hauptlehrer Lindenberger

Hauptlehrer Beck

1933-1939
1939-1943

Hauptlehrer Kill

Hauptlehrer Barth

1946-1948
1948-1969

Willi Schuler

Ehrenchorleiter ab 1969

Walter Beck

Ehrenchorleiter seit 2005

1969-2004
2004-09.2005

Rudi Ried

Fritz Wagner

09.2005-12.2005
seit 2006

Vorgeschichte des Sängerkranzes Rommelsbach

Nachforschungen über den „Gesangverein“ von Willi Raiser

Die folgenden Nachforschungen wurden von Willi Raiser durchgeführt. Der Sängerkranz Rommelsbach dankt ihm vielmals für die Bereitstellung der Ergebnisse.

Zitat Willi Raiser:
„Einige Zeit ist vergangen, seit ich über den Gesangverein Nachforschungen angestellt habe. Rein zufällig bin ich vor einigen Jahren in den Pfarrberichten auf den Gesangverein gestoßen und so hat mein Forscherdrang mir keine Ruhe gelassen, weiter nachzuforschen.
Meine Nachforschungen haben sich meiner Ansicht nach gelohnt und ich bin immer wieder auf den ,,Gesangverein“ gestoßen. Das erste Mal im Jahr:
1843 in einem Protokoll des Stiftungsrats.
1858 in einem Protokoll des Kirchenkonvents.
1877 in einem Protokoll des Pfarrgemeinderats.
1877 in der Chronik von Oberlehrer Eugen Zimmermann.
1878 in einem Pfarrbericht über den Kirchengesang.
1888 dto.
1892 dto.
1896 dto.
lch Iege jeweils eine Photokopie vom Original mit Transkription bei und schlage vor, daß die Chronik des Sängerkranzes um diese Hinweise erweitert wird. Es kann natürlich sein, daß in den 50 Jahren vor 1897 als der Gesangverein angeblich gegründet wurde, es Jahre gegeben hat, in denen der Verein nicht aktiv war. lch könnte mir vorstellen, daß bei einem Lehrerwechsel an der Schule – die Lehrer waren ja meistens Dirigenten des Gesangvereins – oder auch im Krieg 1870/71 wie ja auch im Dritten Reich oder im 2. Weltkrieg das Vereinsleben geruht hat.
lch fand es interessant, daß immer wieder von einem Gesangverein die Rede war und sehe kein Hindernis, den Rommelsbacher ,,Sängerkranz“ oder Gesangverein auf Grund meiner Nachforschungen 50 Jahre älter zu machen.
Auf Reaktionen hierzu bin ich gespannt.

Willi Raiser
Rommelsbach im März 2014“

Im folgenden finden Sie in einem Zeitstrahl die detaillierten Nachforschungsergebnisse von Willi Raiser.

13. Dezember 1843

Aus dem Protokollbuch des Stiftungsraths

Es ist nöthig, daß über die Besoldung des Schulmeisters und Provisors für Anwohnung bei dem Gesangverein ein Beschluß gefaßt werde. Der Stiftungsrath beschließt nun, daß die beiden Lehrer für oben genannte Bemühung dieselbe Vergütung erhalten sollen an Taggeld und Reisekosten wie beides für die Teilnahme an den Schulconferenzen gesezlich bezahlt wird.

Act.(um) d.(en) 15. Jan.(uar) 1858

Kirchen Convents Protokoll

Die Abendschule soll getrennt von dem selbstständigen Gesangverein, besonders mit den Sonntagsschülern fortgesetzt werden.
Heute versammelt sich abermals der Kirchenconvent mit dem Gemeinderat, und wird nun der gleichfalls anwesende Schulmeister aufgefordert selber zu erklären, wie er es mit der neueingerichteten Abendschule seit Anfang derselben gehalten habe?
Derselbe trägt nun die Sache vor und nach langem Hin u. Her sprechen wird vom Gemeinderat der Wunsch ausgesprochen, daß der Sangverein mit den älteren Söhnen ganz unabhängig vor der Abendschule und selbstständig bestehen möge, daß aber die Abendschule vornehmlich mit den Sonntagsschülern fortgesetzt, und dazu mit Unterlaßung des Gesangunterrichts aus Rechnen, und einiges von Geographie, Geschichte u. dgl. getrieben werden solle. Der Schulmeister erklärt sich zur Sache bereit, und fragt sich nun
aber ob sich die betreffenden ledigen Söhne dazu herbeilaßen.

26. August 1877

Pfarrgemeinderaths ProtocolI

5. theilt der Geistliche dem Pfarrgemeinderath mit, daß der hiesigeg Gesang Verein bei der diese Woche statthabenden kirchlichen Trauung eines Mitglieds des hiesigen Bürger Vereins einen Gesang in der Kirche aufführen wolle, was keinem Umstand unterliegen könne und auch vom Pfarrgemeinderath werde gut geheißen werden. Er, der Geistliche werde daraufsehen, daß in solchen Fällen das Lied, das gesungen werden wolle, der Würde der Handlung entspreche.

1877

Chronik Zimmermann

Gesangverein wünscht Beisteuer zu einer Fahnenweihe, die aber in diesem Jahr nicht zustande kommt

1878

Pfarrbericht: 15. Kirchengesang

Der Stand des Kirchengesangs ist ziemlich gut. Schullehrer hat angefangen dem Gemeindegesang an Festtagen einen Chorgesang der Schüler vorhergehen zu lassen – Auch ein Gesangverein, der sich hier gebildet hat, läßt sich in der Kirche bei Copulationen (Hochzeiten) eines ihrer Mitglieder hören.

1888

Pfarrbericht: 15. Kirchengesang

Das Orgelspiel des Schullehrer Schenk ist gut u. würdig und mit Hilfe desselben ist der Gemeindegesang ein schöner und erbaulicher. (Wenig geläufig und ernst ist die Begleitung der Choräle am Sonntagnachmittag durch den Lehrgehilfen Haußmann.) Die Schuljugend wird auf den Kirchengesang tüchtig vorbereitet und unterstützt denselben besonders bei neueingeübten u. schweren Melodien auch der Grabgesang ist von erbaulicher …. etc.
Der unter Leitung des Provisors (Gehilfen) neu gebildete Gesangverein hat schon bei Hochzeiten aber ziemlich mangelhaft gesungen.

1892

Pfarrbericht: 15. Kirchengesang

Das Orgelspiel des Schullehrer Schenk ist gut u. würdig u. mit Hilfe desselben ist der Gemeindegesang ein schöner und erhebender. (Weniger geläufig ist die Begleitung der Choräle am Sonntagnachmittag und an den Feiertagen durch den Lehrergehilfen Wirsching.) Die Schuljugend wird auf den Kirchengesang tüchtig vorbereitet u. unterstützt denselben besonders bei neugeübten und schwereren Melodien, Auch der Grabgesang ist erbaul(ich). Etc
Ein Gesangverein der hie und da bei Hochzeiten (aber ziemlich mangelhaft) sich hören ließ, ist eingegangen.

1896

Pfarrbericht: 15. Kirchengesang

Der Gemeindegesang kann im allgemeinen als ein guter u. würdiger bezeichnet werden. An Festtagen wird zuweilen von den Schülern ein Choral vorgetragen, der von Sonntagsschülerinnen unterstützt u. von einigen Mitgliedern des Gesangvereins begleitet wird.

Bilder der Vergangenheit

  • Festzug beim 34. Sitzungsfest im Jahre 1931